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Winterwanderung über die Bad Berkaer Harth

Die (sozialistische) Planwirtschaft hat keinen guten Namen - doch es ist schon schön, wenn eine geplante Winterwanderung auch im Schnee realisiert werden kann.

Bernd Dahm hatte zu einer solchen eingeladen und 29 Wanderfreunde folgten seiner Einladung über 13,6 km. Der frischgefallene Schnee hatte die Landschaft verzuckert und der Frost schaffte einen festen Untergrund und gute Laufbedingungen.

Als kulturellen Beitrag war eine Besichtigung der Marienkirche in Bad Berka vorgesehen und Pastorin Spengler, die Frau des Gemeindepfarrers ermöglichte eine kurze Führung durch Bauwerk und Geschichte des Gotteshauses. Interessant war nicht nur die Geschichte vom Zisterzienser-Kloster zur heutigen barocken Kirche, sondern auch die dunklen Jahre der "Deutschen Christen" zur Zeit des Nationalsozialismus, in der in Bad Berka eine Hochburg Thüringens war. Der braune Streifen an den Emporen erinnert noch daran. Auch die Dornenkrone des Auferstandenen auf dem Kanzelaltar war in dieser Zeit entstellt. Es ist gut dass heute die Kirchgemeinde diese schlimme Zeit nicht ausblendet. 1934 war im sogenannten Schloss Harth eine "Gebiets- und Staatsführerschule"untergebracht, in der Lehrgänge für Hitler-Jugend-Führer stattfanden.

Nun begann die eigentliche Wanderung durch den Steingraben auf die Harth. Hier konnte Gudrun Harnisch einige Erläuterungen zu den vielen Steinbrüchen rund um Bad Berka beitragen. Weiter führte uns der Weg nach München, wo man nur noch traurig die großen Gebäude der ehemaligen Lungenheilstätte "Sophienheilstätte" betrachten kann, welche ohne Nutzung wahrscheinlich dem Verfall anheimfallen werden.

Über das Rittergut München, welches als Zelle des Petersklosters Erfurt gegründet wurde ging es weiter über den östlichen Hang des Ilmtales zurück nach Bad Berka. Sogar die "Kaffee-Süchtigen" kamen noch in der Kaufhalle am Bahnhof zu Ihrem Recht.

Bernd Dahm hatte wieder bewiesen, "es gibt kein schlechtes Wanderwetter ....", auch in der heimatlichen Gegend gibt es jederzeit schöne Wanderstrecken. Der Dank aller Wanderfreunde war ihm sicher.

Start der Winterwanderung am Zeughausplatz Bad Berka

Warten auf die Pastorin Sprengler vor der Marienkirche Bad Berka

eine Marienplastik erinnert an die Zeit vor der Säkularisation der Kirche

schöner sanierter Innenraum der Kirche - beachtenswert der braune Streifen unten an der Empore

bis Lichtmess ist noch Weihnachten !

auch Prof. Gunda Köhler-Scharlach stösst im Steingraben zur Wandergruppe

an der Schutzhütte "Auf der Harth" wird Frühstückspause gemacht - mit geologischen Erläuterungen

bemitleidenswert - dieses schöne Gebäude der ehemaligen Lungenheilstätte ist heute ohne Funktion und Nutzung!

Warten auf den Rest der Wandergruppe im Winterwald zwischen München und Bad Berka

Hier soll es weitergehen ???

Tatsache - alle laufen durch die verschneiten Fichten!!

diesen Anstieg hat keiner vermutet am Tannrodaer Sattel.


Wanderplan 2014 zur nächsten Wanderung