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Herausforderung an traditionelles Handwerk im Kontext globaler Wirtschaft I.: Dachziegelproduktion in Großengottern


Diese Wanderung organisierte Dr. Bernd Dahm diesesmal in einen hochmodernen Betrieb, welcher in der "Goldgräberzeit" nach der Wende in Grossengottern neu erichtet wurde.

Sein Studienkollege Hr. Dipl.-Ing. Weigelt, der den Betrieb 1990/91 auf der grünen Wiese erichtete, führte uns durch den hochmodernen, größten Dachziegelproduzenten Deutschlands, ein Betrieb des "Creaton-Konzerns".

Es ist schon gewaltig, wie diese technologischen Linien (3 Werke = Brennöfen) und die dazugehörige Tongrube mit Tonaufbereitung diese Massen an unterschiedlichen Dachziegel und Ergänzungsformteilen mit 150 Arbeitskräften im 3-Schicht-Betrieb produzieren.

Hr. Weigelt konnte jede, auch noch so ungewöhnliche Frage beantworten und alle Wanderfreunde staunten, welche moderne Produktion hier in unserer Heimat produziert.

Die Wandergruppe dankte Hrn. Weigelt für diese offene Informationsveranstaltung und Bernd Dahm für diesen interessanten Einfall.

Der Kirchturm von Grossengottern - um den die Gruppe 8 km wanderte

Einfahrt des riesigen Betriebsgeländes der "Creaton - Dachziegelwerke"

der Lagerhof sei leer - meinte später der Werkleiter Hr. Weigelt

mit einem opulenten Imbiss begann die Führung durch das größte Dachziegelwerk Deutschlands

2,5 km Bandstrecke bringt den Rohton aus der Grube zur Aufbereitung

aus dem Vorratslager wird der Ton in den Kollergang und weiter in das Sumpfhaus automatisch gefördert

Fachleute, wie Fr. Dr. Winkler verfolgen interessiert die Ausführungen des Werkleiters

das riesige Sumpfhaus ist 150 m lang und wird ebenfalls automatisch betrieben

an diesem Mundstück wird der Ton als endloser Strang für die Formpressen herausgepresst

zum Teilen des Stranges muss der Trenndraht mit der Bewegungsgeschindigkeit des Stranges mitgeführt werden

an der Revolverpresse steht sogar mal eine Arbeitskraft

in diesem Automaten werden die Dachziegel nach den Wünschen der Kunden engobiert (farbig mit einem Tonschlicker beschichtet)

hier warten die Rohlinge auf das Einfahren in den 150 m langen Brennofen

und hier sind sie schon schön farbig glasiert und gebrannt aus dem Brennofen heraus und kühlen ab

wieder eine Arbeitskraft prüft nach dem Klang die ordnungsgemäße Qualität der Dachziegel

die Formteile werden separat palettiert

der Palettierer liefert palettenweise (ca 1 t) die Dachziegel transportfertig

die übliche Abschlussrede mit der Auszeichnung des Wanderleiters Dr. Bernd Dahm


Wanderplan 2011 zur nächsten Wanderung